Gesundheitspolitik gute Arbeit Pflege
28. August 2013

Rüthrich bei SPD Pflegekonferenz

Mehr Zeit für Zuwendung! Bundestagskandidatin Susann Rüthrich besuchte am 28.8.2013 mit der Personalrätin der Uniklinik Dresden Kerstin Scholz in Leipzig die SPD-Veranstaltung zu guter Arbeit in der Pflege.  Nach Einführung von Sachsens SPD-Chef Martin Dulig erläuterte der SPD Vorsitzende Siegmar Gabriel die Vorstellungen der Sozialdemokraten für eine qualitativ hochwertige Pflege. Gabriel ließ zunächst sein vorbereitete Manuskript bei Seite und berichtete ausführlich von familiär gesammelte persönlichen Erfahrungen aus der Altenpflege.

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Er kenne  den enormen Leistungsdruck, unter dem die Pflege älterer Menschen im Land heute stattfindet. Die Minuten genaue Taktung bei der Abrechnung führt zu absurden und unmenschlichen Situationen, die den Menschen in jedem Fall nicht gerecht werden kann, obwohl sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich große Mühe geben.  Rethorisch fragte er die aktuelle Bundesregierung, warum den Einrichtungen der Pflege über 1 Milliarde Euro weggenommen wurde. Mit dem Ergebnis, dass vor allem  über die Personalkosteneinsparungen der Druck  weiter gegeben wurde. Und das obwohl Frau Merkel angeblich den Krankenpfleger für einen härteren  Job, als Kanzlerin halten würde.  Gabriel forderte deutlich höhere, angemessene Bezahlung der Pflegebeschäftigten. An die sehr aufmerksamen Zuhörer gewand schätzte Gabriel ein, dass in viele Familien  große Sorgen vor möglichen Pflegefällen der Eltern herrschen. Die heutige finanzielle Ausstattung reicht aus Sicht der SPD  im jeden Fall nicht aus.

IMG_2739[1]Die Landesbezirks Fachbereichsleiterin für Krankenhäuser von ver.di forderte in ihren Grußwort, dass die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen von der Politik endlich eine angemessene Personalausstattung erhalten. Ver.di erwartet, dass auch für die Ausstattung mit Personal Mindeststandards gelten. Während der Veranstaltung in Leipzig kamen Betriebs- und Personalräte aus verschiedenen Kliniken zu Wort. Prof. Dr. Karl Lauterbach diskutierte mit dem Personalratsvorsitzender der Uniklinik Leipzig Sebastian Will und Dr. Cornelia Heinze über gute Arbeit und Wertschätzung für die Pflegerinnen und Pfleger. Wolfgang Tiefensee und Daniela Kolbe berichteten aus ihrer Arbeit.IMG_2718

In einer weiteren Runde sprach die Bundestagsabgeordnete Dr. Marlies Volkmer mit dem Fachbereichsleiter Gesundheitspolitik von ver.di Herbert Weisbrod-Frey und Prof. Dr. Michael Isfort über Schnittstellen von Medizin und Pflege.  Susanne Rüthrich diskutierte mit Vertretern der Gewerkschaft  ver.di und mit verschiedenen Betriebs- und Personalräten aus Sachsen verschiedene Aspekte der Pflege und Gesundheitspolitik. Gerade im medizinischen Sektor muss die gute Arbeit der Beschäftigten zu einer besseren Bezahlung der Beschäftigten führen und wir brauchen für die Qualität ein  wesentlich verbessertes Gesundheitsmanagement. Die enormen Belastungen der Beschäftigten erfordern  dies.  Susanne Rüthrich und Personalrätin Kerstin Scholz, die zu Rüthrichs Unterstützerteam gehört, führten in Leipzig einige sehr interessante Diskussionen mit Beschäftigtenvertreter und Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.  IMG_2710

Susann Rüthrich: „Das Wohl der Patienten, aber auch der Beschäftigten, hängt von einer verbesserten Austastung der Einrichtungen ab. Ja wir brauchen mehr Geld für die Pflege, denn die Menschen haben ein Recht auf qualitativ hochwertige Versorgung.  Dafür brauchen wir einen Wechsel in der Gesundheitspolitik, zum Beispiel die Bürgerversicherung. Denn natürlich müssen wir die Finanzierung der Gesundheit solidarischer gestalten.“