Equal Pay Day 2019: Gemeinsam für gleichen Lohn!

Der Equal Pay Day fällt in diesem Jahr erneut auf den 18. März: Frauen in Deutschland müssen also zu Jahresbeginn umgerechnet 77 Tage unbezahlt arbeiten, um im Jahresdurchschnitt denselben Bruttostundenverdienst wie Männer zu erhalten. „Ich werde mich auch in diesem Jahr für die Beseitigung der strukturellen Ursachen dieser gravierenden Einkommenslücke einsetzen“, sagt die Meißner Bundestagsabgeordnete Susann Rüthrich. “Es ist eine Frage der Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft, dass Frauen und Männer für gleiche und gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden.“ Im EU-Vergleich landet Deutschland mit einer Lohnlücke zwischen Frauen und Männern von 21 Prozent auf den hintersten Plätzen. Selbst wenn geschlechtsspezifische Unterschiede berücksichtigt werden – etwa, dass Frauen häufiger in Teilzeit oder in Niedriglohnbranchen arbeiten – beträgt die Lohnlücke laut Statistischem Bundesamt immer noch sechs Prozent.

Susann Rüthrich betont: „Gerade Frauen, die sich entscheiden, für ihre Kinder ihre Arbeit zu unterbrechen oder in Teilzeit zu wechseln, leisten einen unglaublich wichtigen Beitrag zu unserer Gesellschaft und dürfen nicht langfristig finanziell benachteiligt werden, etwa in der Rente. Das bedeutet auch, dass wir durch die Bereitstellung von besserer Kinderbetreuung die nötigen Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen müssen.“ Susann Rüthrich verweist weiter auf die Bereiche Pflege und Erziehung: „Wir müssen die harte Arbeit, die in diesen Branchen immer noch vor allem von Frauen geleistet wird, als Gesellschaft auch finanziell wertschätzen“.

Als wichtige Schritte für mehr Geschlechtergerechtigkeit nennt Rüthrich etwa das Gesetz für Entgelttransparenz von 2017 und das im Januar 2019 in Kraft getretene Gute-KiTa-Gesetz, durch das die Kinderbetreuung in ganz Deutschland mit Investitionen des Bundes in Höhe von 5,5 Milliarden Euro umfassend verbessert werden soll. Das ebenfalls im Januar 2019 in Kraft getretene Brückenteilzeitgesetz schafft außerdem einen Rückkehranspruch von Teilzeit in Vollzeit, von dem vor allem Frauen profitieren können. „Für eine gerechte und gleichberechtigte Zukunft brauchen wir außerdem deutlich mehr Frauen in Führungspositionen, gerade auch in Wirtschaft und Politik“, so Susann Rüthrich. Zum Girls‘Day am 28. März öffnet die Bundestagsabgeordnete dafür ihr Berliner Büro, um einer Schülerin aus Coswig Einblick in ihre politische Arbeit zu geben.