Rüthrich trifft Eisenbahnerverkehrsgewerkschaft (EVG)

Am 16.07. traf die Bundestagskandidatin Susann Rüthrich den Geschäftsführer der Eisenbahnerverkehrsgewerkschaft (EVG) Volker Linke zu einem ausführlichen Gespräch über die Entwicklung der Eisenbahnen und Herausforderungen im gesamten Verkehrssektor. 

Foto3Rüthrich informierte sich über den Stand des Ausbaus des Streckennetzes und wurde von Volker Linke über die künftige mögliche Entwicklungslinien der Bahn in Kenntnis gesetzt, von der Personenbeförderung über den Güterverkehr bis hin zur transeuropäischen Netzten. Es ging dabei auch um den Ausgleich der Interessen zwischen den Bahnnutzern und den Anwohnern in der Nähe von Bahntrassen. Besprochen wurden natürlich vor allem die Sorgen und Herausforderungen der Beschäftigten in dieser von ständigen Wandel gezeichneten Branche. In diesem Zusammenhang stellt der Gewerkschafter die Entwicklung der Verkehrsgewerkschaften bis hin zur EVG in der heutigen Zeit dar. Gesprochen wurde auch über die Ansprüche an eine arbeitnehmerfreundliche Politik. Die Gewerkschaften erwarten im Kern eine stärkere Unterstützung auf dem Weg zur Guter Arbeit für Alle. Dies bedeutet unbedingt das zurückdrängen von Billigbeschäftigung, Leiharbeit und prekären Beschäftigungsverhältnissen. Die Gesprächspartner tauschten sich ausgiebig über die Fragen von Alterssicherung und präventiver Gesundheitspolitik aus.

Die Kandidatin erläuterte ihre Position zum Themenkomplex Arbeit. Die Arbeit darf aus Sicht der SPD nicht länger entwertet werden. Die Tarifautonomie muss selbstverständlich erhalten bleiben. Aber es wird darauf ankommen, die tatsächliche Anwendung von Tarifen wesentlich auszuweiten. Gerade in Ostdeutschland sind viel zu wenige Bereiche von tariflicher Absicherung erfasst, zum deutlichen Nachteil der Beschäftigten. In der Stärkung des Tarifssystems sieht Rüthrich auch den zentralen Hebel für gerechtere Löhne und gegen Dumping. Prekäre Arbeit muss ihrer Sicht unbedingt überwunden werden. Jeder Mensch hat das Recht sich und seine Familie von seiner Arbeit ernähren zu können. Unter geringen Löhnen leiden im Übrigen die Kinder besonders. Es ist ein nicht hinzunehmender gesellschaftlicher Skandal, dass dieses reiche Land so viele Kinder in Armut aufwachsen lässt. Dass soziale Abhängigkeit dann obendrauf auch noch über Bildungschancen entscheidet, ist besonders negativ. Foto2

Susann Rüthrich betonte, dass die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns Kernstück des Programms ihrer Partei ist. Auch wenn immer klar bleiben muss,  dass Mindestlöhne nur die unterste Lohngrenze sein können. Mindestlohn ist kein gerechter Lohn sondern lediglich die Verhinderung unwürdiger Arbeitsbedingungen. In der kommenden Legislatur wird sich der Gesetzgeber unbedingt mit dem Zusammenhang von Guter und gut bezahlter Arbeit und der Stärkung der Sozialsysteme beschäftigen müssen. Die solidarische Sicherung der Gesundheitsversorgung und eine auskömmliche Altersversorgung stellen die Politik zusätzlich vor enorme Ansprüche. Hier müssen „Soziale Weichen“ im Interesse der Menschen gestellt werden.

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