Vor Ort im Neurologischen Fachkrankenhaus und Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Zscheckwitz

Am 8.10. besuchte ich das Rehabilitationszentrum für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Klinik Bavaria Zscheckwitz.

Kinder sind niemals kleine Erwachsene. Im Gespräch mit Chefarzt Dr. med. Dirk Heinicke und seinem Teaum erfuhr ich mehr über die Möglichkeiten der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen, onkologischen, kardiologischen, nephrologischen Erkrankungen und Stoffwechselstörungen.

Dr. Heinicke und seinem Team ist besonders wichtig, dass alle Ressourcen der kleinen und größeren Patientinnen und Patienten zur Bewältigung der Krankheit und Behinderung aktiviert werden können und dabei auch dem individuellen Entwicklungspotenzial der Kinder und Jugendlichen Rechnung getragen wird. Wichtig ist allen, dass die Reha familienorientiertstattfindet.

So ist eine Mitaufnahme von Begleitpersonen in Abhängigkeit vom Alter des Kinders bzw. des Jugendlichen unter Berücksichtigung der Schwere der Erkrankung nach Zustimmung des Leistungsträgers möglich. Auch eine Mitaufnahme von Geschwisterkindern ist begrenzt realisierbar. Schulunterricht wird durch eine staatlich anerkannte Klinik- und Krankenhausschule gewährleistet.

Wünschenswert ist eine optimale Zusammenarbeit mit Jugend- und Sozialämtern. „Kinderrechte ins Grundgesetz“, dafür gab es hier am Gesprächstisch viel Zustimmung. Eine bessere Organisation von Nachsorgetermine bedarf einer Regelung, eine Antragstellung für eine Reha aus „einer Hand“, wie von unseren sozialdemokratischen Gesundheitsexpertinnen und – Gesundheitsexperten gefordert, wird hier in Zscheckwitz sehr begrüßt.

Einige der kleinen Heldinnen und Helden, die hier behandelt und gefördert werden konnte ich beim Klinikrundgang kennenlernen. Zahlreiche freizeitpädagogische Angebote, Sozialtherapie und ein Umfeld, das Geborgenheit vermittelt, unterstützen die Rehabilitation der Kinder und Jugendlichen.